Make Fishing Messe bei UNOC
Vom 9. bis 13. Juni brachte die Ozean-Konferenz der Vereinten Nationen (UNOC) weltweit führende Politiker, Meeresschützer und Küstengemeinden unter dem Motto zusammen: “Beschleunigung von Maßnahmen und Mobilisierung aller Akteure zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Ozeane”.” Darunter war auch die Kampagne Make Fishing Fair, zusammen mit einer Delegation europäischer Kleinfischer (SSF), die sicherstellen wollten, dass ihre Stimmen nicht nur gehört werden, sondern auch im Mittelpunkt der Gespräche auf höchster Ebene stehen, die die Zukunft unserer Ozeane bestimmen.
Die Kampagne “Make Fishing Fair” wird von einem Grundprinzip angetrieben: "Nichts über uns, ohne uns". Unser Ziel bei der UNOC war klar: Wir wollten sicherstellen, dass die Perspektiven der Kleinfischer aus Europa vollständig in den globalen Vorstoß für eine nachhaltige Meerespolitik einbezogen werden.
Unsere Delegation konzentrierte sich auf drei dringende politische Prioritäten:
- Förderung eines nachhaltigen Fischereimanagements, das eine besondere Unterstützung für SSF vorsieht
- Förderung einer gerechten Meereswirtschaft zum Schutz der Küstengemeinden
- Stärkung der Zusammenarbeit zur Gewährleistung einer integrativen, transparenten Umsetzung der Meerespolitik
Diese Ziele spiegeln unseren ständigen Einsatz in ganz Europa für eine gerechte Quotenzuteilung, die Umlenkung schädlicher Subventionen und die vollständige Umsetzung von Artikel 17 der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) wider.
Spotlight-Veranstaltungen: Die Bühne betreten
🎬 Make Fishing Fair - Filmvorführung und Gespräch mit Kleinfischern
Wir veranstalteten zwei ausverkaufte offizielle UNOC-Nebenveranstaltungen in der Grünen Zone: eine Filmvorführung und eine Live-Podiumsdiskussion, die den Teilnehmern die Geschichten der SSF direkt nahebrachten. Unser vorgestellter Dokumentarfilm, Der Wandel des Meeres: Die Zukunft der Fischerei (von ZED Productions) wurden eindrucksvolle Zeugnisse von Fischern aus ganz Europa und Westafrika vorgestellt.
Auf dem Podium sprachen unter anderem:
- Gwen Pennarun - Präsidentin der LIFE & Brittany Handliners Association
- Sandrine Thomas - SSF aus der Bretagne
- Séamus Bonner - Direktor von LIFE und Sekretär von IIMRO
- Karim Abdu Sall - Fischer aus Joal, Senegal
- Sibylle d'Orgeval & Chloé Henry-Biabaud - Filmregisseure (ZED)
- Moderiert von: Marta Cavallé, Exekutivsekretärin von LIFE
Jenseits des Bildschirms: Fischerstimmen in der UNOC
Unsere Delegation nahm im Laufe der Woche auch an wichtigen Diskussionen und Presseterminen teil:
- Offizielle SSF-Pressekonferenz: Gwen Pennarun schloss sich den SSF aus Lateinamerika, Westafrika und Asien an, um einen besseren Zugang zu globalen politischen Räumen zu fordern.
- Daten für Auswirkungen (Abaolbi-Veranstaltung): Séamus Bonner und Marta Cavallé betonten den Bedarf an von Fischern geführten, integrativen Datensystemen, um die Leitlinien für die Kleinfischerei voranzubringen.
- Ocean Action Panel (Blaue Zone): Sandrine Thomas brachte eine Perspektive von der vordersten Front in eine hochrangige Diskussion über nachhaltige Meerespolitik ein.
- Globale SSF-Veranstaltung (Blaue Zone): Gwen und Sandrine nahmen an der einzigen Sitzung der Blauen Zone teil, die sich ausschließlich den Kleinfischern widmete und Stimmen aus allen Kontinenten in einer gemeinsamen Forderung nach Fairness, Ernährungssicherheit und Anerkennung vereinte.
Bildung von Allianzen für den Wandel
Wir haben unsere Zeit in Nizza auch genutzt, um unsere Beziehungen zu stärken und die Zusammenarbeit zu vertiefen:
- Bilaterale Treffen: Gwen und Kampagnenkoordinator Ken trafen sich mit der Europaabgeordneten Emma Forreau und dem Abgeordneten Gabriel Amard, um dringende Probleme der SSF in Frankreich anzusprechen.
- Austausch zwischen Fischern und Geldgebern: Auf der Kollaborative Ströme trafen sich die Fischer direkt mit den Geldgebern, um im Rahmen eines dynamischen Speed-Networking-Formats künftige Partnerschaften zu erkunden.
- 30×30 Bloomberg-Veranstaltung: Unser Team diskutierte mit Befürwortern des Meeresschutzes und politischen Entscheidungsträgern darüber, wie sichergestellt werden kann, dass Kleinfischer in die Diskussion über den Meeresschutz einbezogen werden.
- Tägliche SSF-Frühstücke: Bei diesen informellen Zusammenkünften konnten SSF aus der ganzen Welt Strategien austauschen, Solidarität aufbauen und sich auf gemeinsame Ziele einigen.
